Der Nutzen einer aktuellen Netzwerkdokumentation
Es ist allgemein anerkannt, dass zum sicheren Betrieb einer komplexen Infrastruktur eine exakte Dokumentation gehört.
In diese Richtung zielen auch die Vorschriften gemäß Sarbanes Oxley Act oder „Euro-SOX“, Basel II und III sowie die Grundsätze ordnungsmäßiger DV-gestützter Buchführungssysteme (GoBS).
Umweltereignisse – zum Beispiel die Überschwemmungen durch die Elbe im Jahr 2002 oder die Katastrophe diesen Jahres in Japan – haben die Sicht auf die Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur direkt verändert.
Spätestens Zertifizierungen nach ISO 2700x oder ISO 20000 fordern eine aktuelle Dokumentation der passiven und aktiven Netzwerkinfrastruktur.
Dennoch ist der laufende Betrieb einer IT-Infrastruktur mit Aufgaben und Prioritäten für das Personal in der Weise und dem Maß verbunden, dass vielfach für das Thema Netzwerkdokumentation nicht mehr ausreichend Ressourcen verfügbar sind.
In der Praxis wird mit dem Begriff „historisch gewachsen“ ein Zustand des IT-Netzwerks umschrieben, der meist einer dringenden Veränderung und aber mindestens einer exakten Dokumentation bedarf. Diese Situation wird zusätzlich befördert, da selten der tatsächliche Nutzen einer Netzwerkdokumentation klar ist, und der Pflegeaufwand überschätzt wird.


